Der Krankenkassenvergleich zwischen der GKV und PKV

Die Bezeichnung „private Krankenkassen“ ist häufig im Bereich der privaten Krankenversicherung zu lesen bzw. zu hören. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Ich habe mal ein wenig recherchiert und meine Erkenntnisse in diesem Artikel zusammengefasst.

PKVVergleicheGesetzliche Krankenkassen kennt vermutlich jeder, schließlich ist ein Großteil der deutschen Bevölkerung Mitglied in einer solchen gesetzlichen Krankenkasse als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Sind die „privaten Krankenkassen“ Träger der privaten Krankenversicherung und sind diese privaten Kassen genauso eingeschränkt wie die gesetzlichen Kassen, wenn es um den gewährbaren Leistungsumfang im Krankheitsfall geht?

In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht und es gibt zwei Versicherungssysteme, die die Bundesbürger aufnehmen und deren Krankenversorgung gewährleisten müssen.

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung mit den gesetzlichen Krankenkassen wie DAK, AOK, KKH und Barmer besteht die private Krankenversicherung mit den privaten Krankenkassen.

Was ist eigentlich eine private Krankenkasse?

„Private Krankenkassen“ ist ein häufig genutzter Begriff, der als Synonym zu den gesetzlichen Krankenkassen fungiert. Bei den privaten Krankenkassen handelt es sich gemäß pkvVergleich365 um ein privatrechtliches Unternehmen, welches die private Krankenvollversicherung im Sinne der Versicherungspflicht in der Bundesrepublik Deutschland anbietet. Zusätzlich kann die private Krankenkasse auch eine private Krankenzusatzversicherung offerieren, die im wesentlichen dazu dient  die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu ergänzen. Hier kann man zur Krankenzusatzversicherung mehr Informationen erhalten.

Privatrechtliche Versicherungsunternehmen, die Krankenvolltarife und private Krankenzusatztarife anbieten, sind beispielsweise DKV, R+V, HanseMerkur, Allianz, HUK-Coburg, Gothaer, Signal Iduna, Debeka, AXA, DEVK, ERGO sowie Barmenia. Die „privaten Krankenkassen“ sind als Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit konzipiert, werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht und sind im Verband der Privaten Krankenversicherung organisiert.

Die Leistungen der PKV werden vertraglich gestaltet

Der privaten Krankenvollversicherung und der privaten Krankenzusatzversicherung liegt ein privatrechtlicher Vertrag zu Grunde zwischen dem anbietenden, privatrechtlichen Unternehmen und dem Versicherungsnehmer. Durch dieses Vertragswerk ist der Versicherungsnehmer zur Zahlung der entsprechenden Versicherungsbeiträge verpflichtet, das Versicherungsunternehmen wiederum zur Leistung im Versicherungsfall.

Wenn man einen PKV Leistungsvergleich durchführt dann erkennt man, daß die Leistungen der privaten Krankenkasse in der Regel frei wählbar sind und nicht an gesetzliche Vorgaben gebunden sind. Das ist bei den gesetzlichen Krankenkassen anders. Ausnahmen sind der Basistarif, der den Kriterien der GKV entspricht, und etwaige Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen. Ansonsten ist der Leistungsumfang des Versicherungsvertrages von den Wünschen des Kunden und dessen Geldbeutel abhängig, denn mit der Leistung steigt auch die Versicherungsprämie.

Mehr als 32 Millionen privater Krankenversicherungsverträge existieren momentan. Die Mehrheit dieser gewaltigen Summe bilden private Krankenzusatzversicherungen wie zum Beispiel ambulante sowie stationäre Zusatzversicherungen, Zahnzusatzpolicen, Auslandskrankenversicherungen oder Krankentagegeldtarife.

Fazit: Nicht jeder deutsche Bundesbürger kann sich privat krankenvollversichern bei einer „privaten Krankenkasse“, für viele gilt die Krankenversicherungspflicht im gesetzlichen System, bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

Allerdings bieten die privaten Versicherungsunternehmen für gesetzlich Versicherte und auch für privat Krankenvollversicherte (v. a. Versicherte im Basistarif) diverse private Krankenzusatzversicherungen an, welche individuell sehr interessant sein können.